Lesung: Mascha Kaléko

Lesung

07.10.26, 19:00

  • Erwachsene Lesung

KöB Oedekoven

Jungfernpfad 17
53347 Alfter-Oedekoven
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Am Mittwoch, 7. Oktober 2026, um 19 Uhr lädt die Bücherei Oedekoven zu einer Lesung ein. Heike Baller schildert darin das Leben Mascha Kalékos und präsentiert ihre Gedichte.
Der Eintritt beträgt 10 €
„Mein Heimweh heißt Savigny-Platz“ – dieser Vers der Dichterin Mascha Kaléko (1907–1975) fasst ihre tiefe Verbundenheit mit Berlin zusammen, selbst als die Nazis sie ins Exil trieben. Erst in die USA, später nach Israel verschlug es sie, doch ihr Herz blieb in ihrer Heimatstadt. Kaléko war die erfolgreichste Lyrikerin der Neuen Sachlichkeit, einer literarischen Epoche, die durch klare Sprache, Alltagsnähe und eine Mischung aus Ironie und Melancholie geprägt war. Ihr Werk, mal „kess“, mal nachdenklich, erlebt seit Jahrzehnten eine Renaissance und zählt heute zu den Bestsellern auf dem Lyrikmarkt.


Warum berührt uns ihr Werk noch heute? Weil Kaléko in ihren Gedichten Alltägliches und Zeitloses einfing – die Sehnsucht nach Geborgenheit, den Umgang mit Verlust, die Fähigkeit, selbst in schwierigen Zeiten Schönheit und Widerstandskraft zu finden. Ihre Gedichte sind keine Flucht in Romantik, sondern ein Spiegel unserer eigenen Erfahrungen: Sie erinnern uns daran, dass auch in Unsicherheit und Wandel Poesie entstehen kann.


Heike Baller, Germanistin und Historikerin aus Köln, widmet sich in ihren Lesungen solchen starken Frauen der Literaturgeschichte. Mit ihrem Projekt „Kölner Leselust“ und der Rubrik „Hauptsache Lyrik“ bringt sie Autor*innen wie Kaléko dem Publikum nahe – und lässt sie mit ihren eigenen Worten sprechen.